Unsere
inverse Schulterprothese
wurde nach der Devise «Evolution anstatt Revolution» weiterentwickelt. Erfahren Sie wie wir aktuelle klinische Herausforderungen angegangen sind.
Kein Inlay-Schrauben-Notching dank Zwei-Zapfen-Design ohne inferiore Schraube. Erhöhter impingementfreier Bewegungsumfang durch systematischen Glenosphärenüberhang und effektive Schaft-Inklination von 147 Grad. 1
Mit der Umkehrung der Materialien in der Gleitpaarung wird die Polyethylen-Abrasion am Skapulahals und an den umliegenden Strukturen ausgeschlossen. 2
Bei möglicher Hypersensitivität gegenüber Metallionen bietet unsere inverse Schulterprothese eine Standardlösung für Allergiepatienten.
Inverse Schulter – evolutionäres Design
Keine Polyethylenabrasion am Skapulahals dank Umkehrung der Materialien in der Gleitpaarung
Mit der Umkehrung der Materialien in der Gleitpaarung zu einem harten Inlay aus Keramik oder Metall auf der Humerusseite wird die Polyethylenabrasion am Skapulahals und an den umliegenden Strukturen ausgeschlossen. 2 Dies führt zu einem reduzierten Risiko von Polyethylen-induzierten Erkrankungen wie Osteolysen.5, 6-8
Kein Inlay-Schrauben-Notching dank Zwei-Zapfen-Design ohne inferiore Schraube
Bei der Metaglene DP (Double Peg / zwei Zapfen) wurde das Inlay-Schrauben-Notching durch die Metaglene-Optimierung auf ein Zwei-Zapfen-Design ohne inferiore Schraube eliminiert.
Reduziertes Notching-Risiko dank effektiver mittlerer Schaftinklination von 147 Grad
Durch die mediale Inlay-Abschrägung von 8 Grad wurde die häufig diskutierte mittlere Inklination auf das Inlay verlegt. Die ursprüngliche Schaftinklination von 155 Grad wird somit um 8 Grad reduziert. Das ergibt eine effektive mittlere Inklination von 147 Grad, wodurch eine erhöhte Adduktion ohne mechanisches Notching in Neutralstellung des Humerus und generell ein höherer Bewegungsumfang ermöglicht werden.
Erhöhter impingementfreier Bewegungsumfang dank designbedingter Exzentrizität der Metaglene
Ein erhöhter impingementfreier Bewegungsumfang wird durch einen systematischen Glenosphärenüberhang erreicht. Die designbedingte Exzentrizität der Metaglene, verbunden mit der Platzierung am inferioren Glenoidrand, reduziert das Risiko von Notching.
Gute Primärstabilität und dauerhafte Sekundarstabilität dank beschichteter Zapfen und Kompressionsschrauben mit Verriegelungskappen
Die zweifache Beschichtung der beiden Metaglene-DP-Zapfen aus Titanplasmaspray und einer resorbierbaren Calciumphosphatverbindung, die die Osseointegration durch ihre osteokonduktive Wirkung beschleunigt, trägt zu einer guten Primärstabilität und einer dauerhaften Sekundarstabilität bei. Noch höhere Primärstabilität wird durch die Kompressionsschrauben erreicht, die das Implantat gegen den Knochen pressen. Zudem wird die superiore Schraube nach dem Eindrehen abschliessend mit einer Verriegelungskappe (Locking Cap) winkelstabil mit der Basisplatte arretiert.
Minimiertes Risiko für Diskonnektionen dank Snap-in-Mechanismus zwischen Metaglene und Glenosphäre
Ein Snap-in-Mechanismus sorgt für eine stabile Verbindung zwischen Metaglene und Glenosphäre. Die Snap-in-Befestigung der Glenosphäre wird mittels einer Fixationsschraube gesichert, um ein Lösen der Verbindung zwischen den Komponenten zu verhindern. Es wurde bewusst ein kompaktes Design aus lediglich zwei Teilen gewählt (Metaglene und Glenosphäre) um das Infektionsrisiko zu minimieren. Die Infektionsrate konnte von 4,0 % mit früheren Systemen 9 auf 0,7 % mit der Prothese Affinis Inverse 10 gesenkt werden.
Minimiertes Risiko für Infektionen oder Diskonnektionen dank monolithischer Schäfte
Auch humerusseitig überzeugt die Prothese Affinis Inverse durch ein evolutionäres Design mit monolithischen Press-Fit-Schäften. Wie auch bei der Glenosphäre sollte beim Schaft durch Reduzierung der Anzahl von Einzelteilen das Infektionsrisiko minimiert werden. 11 Zudem birgt die Verbindung mehrerer Einzelkomponenten ein höheres Risiko, dass Verbindungen sich lösen. 12
Das Schultersystem Affinis Inverse definiert sich sowohl durch ein inverses und evolutionäres Implantatdesign als auch durch den Einsatz fortschrittlicher Materialien.
Es sind dies vitamys, ein mit Vitamin E angereichertes, hochvernetztes Polyethylen für die Glenosphäre. Die Vorteile von vitamys liegen auf der Hand: Die gute mechanische Festigkeit erlaubt eine langfristige Leistungsfähigkeit des Materials. Die hohe Abriebbeständigkeit reduziert den Abrieb und dadurch das Risiko von Osteolysen. 6-8 Die Beigabe von Vitamin E sorgt zudem für Oxidationsresistenz und somit auch eine hohe Alterungsbeständigkeit.13
Für das Inlay setzt Mathys hochwertige Keramik ein. Geringe Abriebraten, hohe Festigkeit und Zähigkeit, gute Benetzbarkeit sowie bioinertes Verhalten 5, 13, 14 sprechen für diesen Werkstoff. Diese Vorteile machen die Keramik nicht nur für junge und aktive Patienten zu einer Versorgungsmöglichkeit.
Für die Affinis-Inverse-Schäfte und die -Metaglene wird die Titanlegierung Ti6Al4V eingesetzt, die sich in der Medizinaltechnik über lange Zeit bewährt hat. Die Qualität der Legierung zeigt sich durch eine kontrolliert homogene Struktur und ihre hohe Festigkeit und erlaubt eine nickelfreie Verankerung im Knochen.
Allergische Reaktionen auf Metallionen beim Gelenkersatz sind ein Thema, das Patienten und Ärzte beschäftigt. Keramik, Titan und PE/vitamys bieten eine Lösung für Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen Nickel-, Kobalt-, Chrom- und Molybdänionen. Das System Affinis Inverse bietet somit unmittelbar verfügbare Implantate bei möglicher Hypersensitivität direkt als Standardlösung.
Sowohl das ceramys-Keramik-Inlay als auch die vitamys-(PE)-Glenosphäre der inversen Schulterprothese Affinis Inverse zeigen im Simulationstest signifikant geringeren Abrieb im Vergleich zu UHMWPE (PE) beziehungsweise Kobalt-Chrom-(CoCr)-Komponenten. Die Abriebreduktion der bestmöglichen Paarung von vitamys/ceramys im Vergleich zur Paarung von CoCr/UHMWPE beträgt 82%. 15
Abriebreduktion Gleitpaarungen inverse Schulterprothese Affinis Inverse
Die inverse Schulterprothese Affinis Inverse bietet ein cleveres Instrumentarium und erlaubt dadurch eine handliche Bedienung mit einfachen und logischen Arbeitsabläufen für einen effizienten Einbau der Prothese. Zudem sind alle Operationsschritte instrumentell geführt. Freihandmanipulationen werden vermieden, wodurch sich reproduzierbare Ergebnisse erzielen lassen.
Die Instrumente werden in einem überschaubaren Siebkonzept zusammengefasst, was den Überblick über das gesamte Instrumentarium jederzeit sicherstellt und vereinfacht.
Affinis Inverse
Inverse Schulterprothese
LC-System mit SMarT Instrumenten
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1. Humerusresektion
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2. Humeruspräparation & Schaftimplantation
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3. Glenoidpräparation
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4. Metaglene-Implantation
Komplett instrumentell geführte Humerusresektion für den deltopektoralen und den lateralen Zugang
Schrittweise Vorbereitung des Humerus für die finale Schaftimplantation
Kirschnerdraht-geführte Glenoidpräparation für die inferior ausgerichtete Implantatplatzierung
Exzentrische Implantation der zweizapfigen Metaglene DP sowie Fixierung mittels A-/P-Kompressionsschrauben und winkelstabiler superiorer Schraube
Affinis-Schultersystem
Das Affinis-Schultersystem deckt einen breiten Indikationsbereich ab. Ob Primärversorgung, Fraktur- oder Revisionsprothese – die Prothesen lösen orthopädische Herausforderungen systematisch und kompromisslos und definieren sich sowohl durch ein durchdachtes Implantatdesign als auch durch den Einsatz fortschrittlicher Materialien.
Weiterführende Informationen über das Affinis-Schultersystem finden Sie auf der Mathys-Website
Unsere inverse Schulterprothese und die OP-Technik können auf Kongressen und in Workshops kennengelernt werden.
Downloads
Die vorhandenen Dokumente zu unserer inversen Schulterprothese Affinis Inverse stellen wir Ihnen in der aktuellen Version zur Verfügung. Ältere Versionen der OP-Techniken, Richtlinien und Aufbereitungsanweisungen sind in unserer Übersicht Overview_IFU gelistet und können unter marketing@mathysmedical.com angefragt werden.
Dokumente in anderen Sprachen finden Sie auf der Mathys-Website:
mathysmedical.com
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